News: Pflegekarenz, Pflegeteilzeit, Pflegeleistungen, Pflegestufe

News: Pflegekarenz, Pflegeteilzeit, Pflegeleistungen, Pflegestufe

Pflegekarenz und -Teilzeit seit 2014 möglich

Pflegende Angehörige sollen künftig entlastet werden: Bis zu drei Monate und 1.400 Euro. 
(27. Juni 2013)

Pflegende Angehörige sollen künftig bis zu drei Monate in Karenz gehen können. Das sieht ein Gesetzesentwurf vor, der am Freitag in Begutachtung geht, bestätigte das Sozialministerium in einen Ö1-Bericht. Gelten sollen die Neuregelungen ab 1. Jänner 2014.

Die Pflegekarenz soll ab der Pflegegeldstufe 3 oder ab der Stufe 1 bei minderjährigen Kindern und bei Demenz möglich sein und bis zu drei Monate dauern können. Ein Angehöriger kann die Pflegekarenz einmal antreten, bei einer Verschlechterung des Zustandes - einer Erhöhung der Pflegegeldstufe - auch ein weiteres Mal. Pro Pflegebedürftigem können zwei Angehörige in Karenz gehen.
Das Pflegekarenzgeld orientiert sich nach dem zuletzt bezogenen Gehalt. Maximal sollen es 1.400 Euro pro Karenzmonat sein. Eine Krankenversicherung besteht während dieser Zeit weiter, auch der Erwerb des Abfertigungsanspruchs bleibt aufrecht.


Auch Teilzeit möglich

Darüber hinaus soll künftig auch eine Pflegeteilzeit möglich sein. Analog zur Karenz soll diese maximal drei Monate in Anspruch genommen werden können. Die Arbeitszeit darf auf ein Minimum von zehn Stunden pro Woche reduziert werden, die Geldleistung wird anteilig des reduzierten Einkommens errechnet.
Die übrigen Regeln für die Pflegeteilzeit entsprechen jenen für die Karenz, auch Pensions- und Krankenversicherung bleiben aufrecht. Allein zuständig für die neuen Maßnahmen ist das Bundessozialamt.
Sozialminister Hundstorfer und Wirtschaftsminister Mitterlehner sehen in den Plänen einen "wichtigen weiteren Schritt zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und pflegenden Angehörenden". Sie erhoffen sich für die Betroffenen eine "sehr deutliche Entlastung in einer schwierigen Zeit", und zwar ohne Angst vor Jobverlust.
Auch die Interessengemeinschaft Pflegender Angehöriger zeigte sich erfreut. Dabei handle es sich um einen "sozialpolitisch wichtigen Schritt", sagte Präsidentin Birgit Meinhard-Schiebel. Als "Pferdefuß" bezeichnete sie allerdings die notwendige Zustimmung des Arbeitgebers.

(http://kurier.at/politik/inland/pflegekarenz-soll-ab-2014-moeglich-sein/10.527.456)


Ärzte fordern jetzt Parkpickerl

Ärzte bekommen kein Parkpickerl vor ihrer Ordination. Die Ärztekammer übt Kritik.
(13. Juni 2013) 

Ärzte, die ihre Ordination in einem anderen Bezirk als ihre Wohnung haben, bekommen kein Parkpickerl – im Gegensatz zu Gewerbebetrieben. Jetzt macht die Ärztekammer für ein Ordinationspickerl mobil. „Wir brauchen das Fahrzeug immer vor der Tür der Ordination, damit wir Hausbesuche machen können“, erklärt Eva Raunig, Vizepräsidentin der Wiener Ärztekammer.

Hausbesuche
Das „Arzt im Dienst“-Schild gelte nur für die Visiten selbst, nicht aber für das vor der Ordination geparkte Auto. „Hausärzte sind verpflichtet, Hausbesuche zu machen. Viele machen rund 200 Visiten in drei Monaten“, sagt Raunig. Von der Politik kommt eine Absage. „Es wird im Moment nicht daran gedacht“, sagt ein Pressesprecher von Finanzstadträtin Renate Brauner.

(http://www.österreich.at/nachrichten/Aerzte-fordern-jetzt-Parkpickerl/107116670)


Kommunalkredit unterstützt Gemeinden

September 2011
Initiativen für die Pflege
 3,9 Milliarden Euro - so viel wird derzeit jährlich im Pflegebereich in Österreich aufgewendet. Bis 2050 werden sich diese Kosten mindestens verdoppeln, stellte die OECD fest.
Um mit dieser Situation umgehen zu können, unterstützt die Kommunalkredit Gemeinden und Länder mit der „Initiative Pflege“. „Wir bieten Know-how und kompetente Beratung. Wir kennen die Situation auf dem Markt und bieten Finanzierungsmodelle an, welche die jeweiligen Fördermöglichkeiten berücksichtigen“, sagt Christian Kummert, Vertriebsleiter der Kommunalkredit. Dass schon bis 2020 mit zusätzlichen Kosten von rund einer Milliarde Euro zu rechnen ist, sei „für Städte und Gemeinden besonders kritisch, weil Geldleistungen - insbesondere das Pflegegeld – zwar vornehmlich vom Bund, die deutlich stärker steigenden Sachleistungen - insbesondere die Sozialhilfe - jedoch von den Ländern und Gemeinden finanziert werden.“

Public-Private-Partnership-Modelle
Die Kommunalkredit bietet Alternativen zur konventionellen  Infrastrukturbeschaffung. Bereits mehrfach hat man, etwa bei den Pflegeheimen Neudörfl, Oberpullendorf und Rechnitz sowie beim Diakonissenkrankenhaus Schladming und beim LKH Steyr bewiesen, wie Public-Private-Partnership-Programme im Gesundheits- und Pflegebereich erfolgreich sei können. Dabei haben private Unternehmen nach Vorgabe der öffentlichen Hand als Auftraggeber die Verantwortung für Planung, Errichtung und Betrieb, die Bank finanziert, und die öffentliche Hand kann das Projekt zum Beispiel mit Förderungen oder Stellung von Sicherheiten weiter unterstützen. Ziel ist es, die Finanzierung nicht nur auf das öffentliche Budget zu beschränken, sondern, die Finanzierungsbasis zu verbreitern. In den letzten 10 Jahren wurden in Europa Infrastrukturinvestitionen von über 200 Milliarden Euro über Public-Private-Partnership-Projekte erfolgreich umgesetzt.


Entlastung der öffentlichen Hand

Die Kommunalkredit hat viel Erfahrung in der Strukturierung von Finanzierungslösungen für die unterschiedlichen Beschaffungsmodellen von der Kommunalfinanzierung über Forderungskäufe bis hin zu Projektfinanzierungen.


Interessante Alternativlösungen

Gerade in einer Zeit, in der demografische Entwicklung ganz klar darauf hinweist, dass große Investitionen in Pflegeeinrichtungen rasch erledigt werden sollen, und andererseits die öffentliche Hand durch Einnahmenrückgänge und Ausgabenerhöhungen unter Druck steht, stellt die Kooperation mit privaten Entwicklern und Betreibern eine interessante Alternative zur konventionellen Beschaffung dar.


„Initiative Pflege“

Österreich wird älter.
Jede/r fünfte ÖsterreicherIn ist derzeit über 65 Jahre alt (17%). Bis 2050 werden bereits 28% der österreichischen Bevölkerung älter als 65 Jahre sein, so die Statistik Austria. Die Altersgruppe der über 80-Jährigen, für die ein Großteil der Pflegeleistungen anfällt, wird dann sogar bei 11,5% (derzeit 4,8%) liegen. Insbesondere strukturschwache ländliche Gemeinden weisen einen überdurchschnittlich hohen Anteil an über 65-Jährigen auf. Das bedeutet, dass der zukünftige Bedarf an Pflegelösungen dort besonders hoch ist.


Agentur Polly Hauskrankenbetreuung s.r.o. | L. Štúra 2 | 940 01 Nové Zámky | Slowakei
tel.: +421 903 412 252 | e-mail: office@agenturpolly.sk